Samstag, 28. Januar 2012

[Keks-Kritik] Prince of Persia

Prince of Persia. Die Rede ist hier nicht von dem Urspiel aus den Neunzigern, sondern von dem Prince of Persia aus 2008. Warum man diesem Spiel keinen Untertitel zwecks besserer Unterscheidung gegeben hat, ist mir schleierhaft, allerdings scheint das ja modern zu sein (siehe auch Sonic the Hedgehog 1991 und 2006 oder Mortal Kombat 1992 und 2011). Ein Grund könnte jedoch sein, dass man diesen Titel von den bisher erschienenen Teilen abgrenzen möchte. So gibt es keinen Sand der Zeit mehr. Wenn man nun die Geschicklichkeitseinlagen nicht schafft, wird man von der Partnerin Elika automatisch gerettet. Dies bedeutet auch, dass man nicht sterben kann. Zumindest kann ich mich nicht dran erinnern, ein Game Over gesehen zu haben.
Tja, warum sollte man es dann überhaupt spielen? Das Hauptmerkmal dieses Spiels ist die Grafik. Hier wird versucht, das gesamte Spiel wie ein Artwork erscheinen zu lassen (also praktisch sich bewegende Artworks). Im Großen und Ganzen ist das auch gelungen - sobald man die einzelnen Gebiete von der Dunkelheit befreit hat, werden schöne Landschaften gezeigt, sodass man durchaus denken könnte, dass man in diesem Königreich auch leben möchte. Ein weiterer interessanter Punkt ist die Interaktion zwischen Elika und dem Prinzen. Nicht selten wird hier mit sarkastischen Anmerkungen gespart, sodass es einfach Spaß macht, das Land zu retten. Kurz gesagt: Obwohl die Anspruchslosigkeit ein Hauptkritikpunkt bleiben wird, ist Prince of Persia ein spielenswertes Spiel. Für den aktuell günstigen Preis erst recht.



Platintrophäe # 11: Prince of Persia
Erhalten am: 18. September 2011
Schwierigkeitsgrad der Platintrophäe: 3/10
Zeitaufwand der Platintrophäe: 3/10

Kommentar zur Platintrophäe: Was soll man nur zu einem Spiel sagen, in dem man schon im Tutorial fünf Trophäen oder mehr bekommt? Immerhin gibt es keine Trophäe für das Drücken des Start-Knopfes wie in Sly 1, also ist Prince of Persia schon etwas anspruchsvoller xD Während man den Großteil eh während des Durchspielens schafft, gibt es abseits von dem Sammeln aller 1001 Lichtkeime (wovon einige sehr gut versteckt sind) doch tatsächlich genau zwei Trophäen, die etwas schwieriger sind: Eine 14-Hit-Kombo und alle Kombos im Verlauf des Spiel einmal verwenden. Das Problem bei der 14-Hit-Kombo ist, eine Kombination mehrerer Kombos zu finden, die man hintereinander anwenden kann und auch 14 Treffer beim Gegner landen. Natürlich darf der Gegner zwischendurch nicht blocken, nicht ins Aus fallen und nicht zwischendurch sterben. Dadurch kann man diese Trophäe nur bei Bossen bekommen, die potentiell eh häufiger blocken. Die Trophäe für alle Kombos ist auch etwas nervig, denn es gibt gewisse Umstände, dass das Spiel eine Kombo als nicht geschafft zählt. Wenn man dann die Liste abarbeitet, ist es sehr schwierig herauszufinden, welche denn noch fehlt. Es gibt zwar nicht so viele Kombos im Spiel (ca. 60), aber es kann frustrierend sein.

Besonderer Moment im Spiel: Der beste Moment im Spiel ist das Ending. Rührend und tragisch zugleich. Leider würde jeder weitere Kommentar dazu spoilern, jedoch sei gesagt, dass es sich lohnt! Ansonsten fand ich es äußerst merkwürdig, dass ich zwei Trophäen unrechtmäßig erwerben konnte. Dies betrifft die "Spiele das Spiel unter 12 Stunden durch"-Trophäe und die "Lass dich weniger als 100 mal von Elika retten"-Trophäe. Beide poppten am Ende auf, obwohl ich hundertprozentig weiß, dass ich länger als 12 Stunden gespielt habe und mich auch gefühlte 1000 mal retten lassen musste. Solche Glitches sind doch gern gesehen, vor allem, wenn sie immens Zeit sparen.

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